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Gruppenarbeit

Bewegung und Bewusstsein gemeinsam entdecken

In einer Feldenkrais-Gruppenstunde leite ich Bewegungen mit Worten an. Meist liegen wir dabei auf Matten am Boden, manche Lektionen finden aber auch im Sitzen oder Stehen statt.

Anders als in vielen Bewegungskursen mache ich die Bewegungen nicht vor. Du hörst die Anleitung und findest selbst heraus, wie du sie umsetzen möchtest. Dadurch gibt es nicht die eine Bewegung, die alle möglichst genauso nachmachen sollen.

Die Bewegungen sind langsam und oft klein. Wir wiederholen, verändern, vergleichen – und machen viele Pausen. Nicht, um besonders weit zu kommen, sondern um Unterschiede wahrnehmen zu können.
Was passiert, wenn ich weniger Kraft benutze? Wie verändert sich eine Bewegung, wenn ich sie langsamer mache? Was macht eigentlich mein Becken, während ich den Kopf drehe? Und gibt es vielleicht noch eine andere Möglichkeit?

Genau dieses Beobachten ist ein wesentlicher Teil von Bewusstheit durch Bewegung.
Eine Lektion kann sich mit ganz alltäglichen Bewegungen beschäftigen – Drehen, Rollen, Aufrichten, Greifen oder Gehen. Manchmal steht eine größere Bewegung im Mittelpunkt, manchmal ein Detail, das zunächst kaum wichtig erscheint.

Es gibt dabei kein „richtig“ oder „falsch“ und kein Ziel, das alle erreichen müssen. Jeder arbeitet mit den eigenen Möglichkeiten und entscheidet selbst, wie groß oder klein eine Bewegung sein soll.
Und vielleicht ist genau das das Ungewöhnliche an einer Feldenkrais-Stunde: Für eine Weile geht es nicht darum, etwas besser zu machen.

Erst einmal geht es darum, etwas zu bemerken.

Wenn wir nicht wissen, was wir tun, können wir nicht tun, was wir wollen.

- Mosche Feldenkrais -
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